Die erste Kadenz der Stiftung (2010-2013)

Im Verlauf ihrer dreijährigen Gründungsphase hat die Paul Lazarus Stiftung zur Erfüllung der mit ihrer Gründung verbundenen Zwecke und Ziele Mittel in Höhe von € 135.335,00 akquiriert. Mit diesen Geldern konnten Leistungen erbracht werden, die ohne die PLS nicht möglich gewesen wären. Dazu zählen beispielsweise:

  • Die Fortsetzung der Edition Zeugen einer Zeit, die in drei Jahren acht Hörbücher mit 13 CDs publizierte – mit einem finanziellen Aufwand von € 67.000,00
  • Forschungen und Publikationen zur deutsch-jüdischen Geschichte Wiesbadens und der Region (Schriftenreihe mit drei Bänden) – mit einem finanziellen Aufwand von € 17.500,00
  • Die Entwicklung und Präsentation des Konzeptes „Mediales Gedenken“ – mit einem finanziellen Aufwand von € 10.500,00
  • Aufbau und Ausstattung einer Archivdatenbank, Digitalisierung von Sammlungen und Nachlässen sowie zwei umfangreiche Aufbereitungen und historische Kontextualisierungen – mit einem finanziellen Aufwand von € 17.500,00
  • Entwicklung und Ausbau einer Genealogischen Datenbank, die primär der namentlichen Gedenkarbeit des AMS zugutekommt und die Grundlage für die geplanten Publikation Jüdischer Familienbücher Wiesbadens in vier Bänden darstellt – der finanzielle Aufwand war gering, da das fünf Personen umfassende Team mit sehr hohem Stundenaufwand ehrenamtlich arbeitete.
  • Eine Weiterbildungsreihe Erinnern und Vergessen in Kooperation mit der Hochschule RheinMain sowie der Jugendinitiative Spiegelbild – die Kosten dazu trug die Hochschule.

Auf der Agenda der PLS für die kommenden Jahre stehen – nach Maßgabe ausreichender Drittmittel-Akquise – folgende Projekte:

  • Abschluss der Forschung 300 Jahre Jüdisches Kurwesen in Wiesbaden, 1635-1935 und ihre Publikation [2014]
  • Erstellung und Publikation eines Jüdischen Familienbuches Wiesbaden in vier Bänden [2014-2016]
  • Geschichte des osteuropäischen Judentums in Wiesbaden [2014/15]
  • Ein Nachfolgeprojekt in der Edition Zeugen einer Zeit[1] [2014-2016]
  • Ein Symposium zu „Rolle jüdischer Filmschaffender und zur Jüdischen Figur im deutschen Nachkriegsfilm 1945-2010“ in Kooperation mit: Hochschule Rhein Main (Wiesbaden); Grimme Akademie (Marl); FB-Filmwissenschaft der Universität Frankfurt; Hessisches Filmbüro (Frankfurt); Leo Baeck Institut (London); Murnau Stiftung (Wiesbaden)

[1] Hörbuchporträts mit Söhnen und Töchtern von Holocaust-Überlebenden.

 

Gesamtakquise der PLS während der Gründungsphase 2011 – 2013:

Mittelgeber Betrag Zeitraum
Staatsministerium Kultur und Medien (Berlin) 50.000 XII/2010 – XII/2013
Kommunale AV Wiesbaden 17.000 dito
vier Wiesbadener Ortsbeiräte 18.000 2010 – 2013
Förderung des „Mediales Gedenken“ * 10.500 2011
Ernst Ludwig Chambré-Stiftung (Licht) 3.000 2012
Walter Hesselbach-Stiftung (Frankfurt) 5.000 2013
Hans-Böckler-Stiftung (Düsseldorf) 5.000 2013
Spielbank Wiesbaden 2.000 2013
Rotary Club (Wiesbaden) 3.000 2013
NASPA-Spende 3.600 2012
Förderkreis der PLS 9.500 2011 – 2013
Verkauf von Hörbüchern und Schriftenbänden 7.600 dito
Verkauf einer gespendeten Büste 1.135 2011
Gesamtakquise 135.335.00 € 2011 – 2013

* Förderer waren: OB-Mitte; NASPA Initiative und Leistung; private (ungenannte) Stifter; SEG-Wiesbaden;
Dezernat IV des Wiesbadener Magistrats

Prof. Dr. Karlheinz Schneider
Stiftungstreuhänder
Wiesbaden – Januar 2014


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