Die zweite Kadenz der Stiftung (2014-2016)

Im Verlauf der zweiten, 3-jährigen Kadenz der PLS (April 2014 bis Februar 2017) wurden die bisherige Stiftungsarbeit vertieft und ausgeweitet, neue Themenfelder eröffnet. Für diese Tätigkeiten konnte die Stiftung Fördermittel akquirieren (Stand November 2016).

  • Als Nachfolgeprojekt zu „Edition Zeugen einer Zeit“, die im Mai 2014 mit acht Hörbücher(13 CDs) abschloss, wurde die Audioproduktion „Die zweite Generation erzählt“ in Angriff genommen. Als Produzentin konnte erneut Frau Gabriele Diedrich gewonnen werden. Nachdem es gelang, für diese Produktion knapp € 56.000,00 zu akquirieren, konnte Frau Diedrich ab 1. März 2015 mit der Arbeit beginnen. Die zweite Hörbuchreihe soll im Frühjahr 2017 publiziert werden.

  • Ende 2014 erschien Band IV der Schriftenreihe der PLS: Wolfgang Fritzsche, 300 Jahre jüdisches Kur- und Badewesen 1635-1935. Die dazu erforderlichen Mittel wurden im Haushaltsjahr 2013 erbracht.

  • Auf der Basis der Förderung aus Tronc-Mitteln der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Ortsbeirates Westend in einer Gesamthöhe von € 4.000,00 wurde die Publikation zum „ostjüdischen Westend Wiesbaden“ in Angriff genommen. Der erste von insgesamt fünf Teilen dieser Forschung erscheint als Band V der PLS-Schriftenreihe im Dezember 2016: Georg Schneider, Aus der osteuropäisch–jüdischen Gemeinschaft Wiesbaden – Familie Tiefenbrunner, darin enthalten die Autobiographie von Monju Tiefenbrunner (Eine lange Reise nach Hause“).

  • Der Ausbau der Archivdatenbank (Digitalisierung von Sammlungen und Nachlässen sowie deren Aufbereitung und historische Kontextualisierung) wurde fortgesetzt. Die Genealogischen Datenbank (Erfassung alle jüdischen Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens – einschließlich der früheren jüdischen Landgemeinden) ist gewachsen.

  • Auf der Basis dieser Datenbank wurde das Manuskript des ersten Bandes Jüdische Familiengeschichte Wiesbaden abgeschlossen. Es erfasst die jüdische Bevölkerung Delkenheims und Breckenheims (1780-1942) und erscheint als Buch Anfang 2017.

  • Seit längerem hatte sich der wissenschaftliche Beirat der Stiftung für die Forschung jüdischer Unternehmer in Wiesbaden ausgesprochen. Nachdem es uns nun gelungen ist, die dafür erforderlichen Mittel zu akquirieren, kann die Stiftung mit der Forschung “Unternehmens- und Familiengeschichte der Cigarettenfabrik Ignatz Keiles“ (1891-1935) beginnen. Ein entsprechender Auftrag wurde Dr. Lea Müller-Dannhausen erteilt. Mit einer Förderung in Höhe von € 13.500,00 seitens der Frankfurter Flughafen Stiftung kann das Projekt ab 2017 in Angriff genommen werden.

  • Am 5. März 2016 führte die Wiesbadener Bergkirchenkantorei in Kooperation mit der Stiftung das Konzert LAMENTATIONES Die Klagelieder des Jeremia / Betrachtungen aus jüdischer und christlicher Perspektive statt. Dieses Projekt durch die Einnahmen aus dem Kartenverkauf und vermittels der Förderung zweier Stiftungen ermöglicht.

  • Die Weiterbildungsreihe Erinnern und Vergessen in Kooperation mit der Hoch-schule RheinMain und der Jugendinitiative Spiegelbild besteht nunmehr seit fünf Jahren. Am 9. Dezember.2016 findet der 9. Workshop zum Thema „Erinnern in die Zukunft“ in der Hochschule RheinMain (unter den Eichen) statt.

  • Auf der Basis einer Förderung von vier Wiesbadener Ortsbeiräten begann die für die Forschungsarbeit der PLS und des AMS wichtige Digitalisierung singulärer historischer Dokumente: Jüdische Wochenzeitung Wiesbaden/Nassau (1927-1933), Jüdisches Mitteilungsblatt (1933-1938), Jüdisches Adressbuch Wiesbaden (1935).

Gesamtakquise der PLS 2014-2016:

Mittelgeber Betrag Zeitraum
Weichmann-Stiftung, Hamburg 20.000,00 2015 – 2016
EVZ Stiftung, Berlin 32.400,00 2015
Berthold Leibinger Stiftung, Ditzingen 2.000,00 2015
Tronc Mittel LHStadt Wiesbaden 1.500,00 2015
Ortsbeirat Westend 2.500,00 2016
OBRäte Mitte, Süd- & Nordost, Rheingau 5.800,00 2016
NASPA-Spende 300,00 2015
Kirchenmusik-Stiftung 1.000,00 2016
NASPA- Stiftung 700,00 2016
Förderkreis und Kuratorium der PLS 14.340,00 2014 – 2016
Verkauf von Hörbüchern und Schriftenbänden 2.800,00 2014 – 2016
Flughafen Stiftung Frankfurt 13.500,00 2016
Gesamtakquise 98.840,00 2014 – 2016

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