Paul Lazarus Stiftung

Die Paul Lazarus Stiftung wurde im Oktober 2010 von dem Aktiven Museum Spiegelgasse (AMS) als Stifter ins Leben gerufen. Gleichzeitig wurde Prof. Dr. Karlheinz Schneider zum Treuhänder der Stiftung gewählt.

In den zwei Jahrzehnten seines Bestehens hat sich das Aktive Museum Spiegelgasse nicht nur für die Aufarbeitung des Holocaust und die Erinnerung an die Opfer eingesetzt, sondern auch ein umfassendes und stetig anwachsendes Archiv zur deutsch-jüdischen Geschichte von Wiesbaden und der Region aufgebaut. Enge Kontakte und Beziehungen zu emigrierten, ehemaligen jüdischen Bürger- und Bürgerinnen Wiesbadens oder deren Nachfahren haben dazu geführt, das dem AMS Dokumente oder ganze Nachlässe zur deutsch-jüdischen Geschichte übereignet wurden – darunter auch einzigartige Stücke, die das jüdische Leben weit über die Stadtgrenzen hinaus in ein neues Licht stellen.

Um diese Nachlässe und Sammlungen systematisch aufzubereiten und einer professionellen historischen Forschung zugänglich zu machen, wurde die Paul Lazarus Stiftung gegründet.

Die Restaurierung und Erhaltung dieser Zeugnisse des deutsch-jüdischen Lebens hat sich die Paul Lazarus Stiftung ebenso zur Aufgabe gemacht wie die Auswertung und Erforschung der historischen Dokumente hinsichtlich unterschiedlicher, bisher wenig beachteter oder untersuchter Aspekte der jüdischen Geschichte in Deutschland (von der Alltagsgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts über wirtschaftliche und religiöse Aspekte bis hin zu der Frage nach der Rolle jüdischer Frauen und der Darstellung des Gemeindelebens).

Seit Anfang 2011 hat die Stiftung für drei Jahre eine Medienexpertin angestellt, die unsere DVD-Edition Zeugen einer Zeit (Holocaustüberlebende erzählen ihre Geschichte) herausgibt; seit Ende 2012 außerdem für zunächst zwei Jahre einen Dokumentaristen, dessen Aufgabe die Erstellung einer digitalen Datenbank ist.

 

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