Geschichte der Wiesbadener Unternehmerfamilie Keiles

Die von Dr. Lea-Dannhausen zu erarbeitende ist der erste Ansatz der PLS, die Geschichte einer jüdischen Unternehmens- und Familiengeschichte und der sie führenden Familie Keiles zu eruieren und zu publizieren. Der zeitliche Rahmen der erfassten Geschichte der Zigarettenfabrik Keiles bezieht sich auf die Gründung 1891 in Dresden sowie die Übersiedlung nach Wiesbaden im selben Jahr bis zum Wiedergutmachungsverfahren der während des NS-Regimes zwangsverkauften Fabrik in den 1950/60er Jahren. Die aus den existierenden Akten ersichtlichen Informationen zum Unternehmen und dessen Entwicklung werden ergänzt durch Hintergrundinformationen zur allgemeinen Entwicklung der Zigarettenindustrie in jener Zeit. Familiengeschichtltch stehen die Generation des Unternehmensgründers Isaak Ignatz Keiles mit seiner Ehefrau Marta geb. Lederer und deren Söhne Max und Hans, die in das Unternehmen einstiegen, sowie Alfons, der in Berlin ein Tabakgeschäft eröffnete, im Mittelpunkt. Damit verbunden sind Geschichten von Emigration, von Flucht und Vertreibung, Haft, Internierung und Ermordung.

Ausgewertet werden Quellen im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, im Stadtarchiv Dresden, im Landesarchiv Berlin, bei der Entschädigungsbehörde Berlin sowie in weiteren relevanten Archiven, die sich im Lauf der Recherchen noch ergeben können. Für Hintergrundinformationen wird entsprechende Literatur der Hessischen Landesbibliothek und der Deutschen Nationalbibliothek ausgewertet.
Zudem werden in London Interviews mit einem noch lebenden Nachkommen der dritten Generation (Alfred Keiles) geführt sowie weitere in London lagernde Dokumente der Familie gesichtet und ausgewertet.

Das Manuskript hat je nach Ergiebigkeit der Quellen einen Umfang von ca. 180 Seiten. Es wird in digitaler Form in einem gängigen Format vorgelegt. Es enthält eine Gliederung, ein Quellen- und ein Literaturverzeichnis gemäß gängiger wissenschaftlicher Standards. Fußnoten werden sparsam verwendet, um den Text leserfreundlich zu halten.

Die Auftragnehmerin überlässt dem Auftraggeber (PLS) in räumlich unbeschränkt für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung (Verlagsrecht) des Manuskripts für alle Druck- und körperlichen elektronischen Ausgaben sowie für alle Auflagen ohne Stückzahlbegrenzung für die deutsche Sprache unter der Voraussetzung der namentlichen Nennung der Verfasserin.

Forschung und Publikation der Keiles Untersuchung wird von der Frankfurter Flughafen Stiftung mit € 13.500,00 gefördert.

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