Trude Simonsohn erzählt aus ihrem Leben:

„Trude gib nich’ auf! Der Hitler wird darufgehn und du wirst weiterleben.“

Hörprobe

Tonträger 1 CD, 74:05 Min.
Booklet: 24 Seiten
Empf. VK 15,00 €
ISBN 978-3-941289-00-0
Hrsg. Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte e.V. 2008, 2. Auflage 2009

Trude Simonsohn wird 1921 in Olmütz (Tschechoslowakei) geboren. Sie wächst zweisprachig in einem liberalen, zionistisch orientiertem Elternhaus auf und engagiert sich in der zionistischen Jugend mit dem Ziel, in Palästina in einem Kibbuz zu arbeiten. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen im Prag am 15.3.1939, verlässt sie als 18-jährige das deutsche Gymnasium in Olmütz und arbeitet in der Landwirtschaft. Im Juni 1942 wird sie verhaftet, im November nach Theresienstadt deportiert. Dort sorgt sie als Betreuerin für eine Mädchengruppe. 1944 wird sie nach Auschwitz deportiert, im März 1945 im KZ Merzdorf in Schlesien befreit. Bis März 1946 arbeitet sie in Prag; im gleichen Jahr reist sie in die Schweiz aus. Ab 1950 lebt sie in Deutschland, zunächst in Hamburg, seit 1955 in Frankfurt, wo sie sich nachhaltig in der Jüdischen Gemeinde engagiert, von 1989 bis 1992 in der Funktion als Gemeinderatsvorsitzende. Sie ist bis heute in vielen Vereinigungen und Bereichen aktiv, die der Verständigung dienen. Unermüdlich berichtet sie als Zeitzeugin in Schulen. In den Diskussionen ist es ihr erklärtes Ziel, den Jugendlichen die Notwendigkeit für aktives gesellschaftspolitisches Handeln in der Gegenwart und Verantwortung für die Zukunft zu vermitteln.

Trude Simonsohn wird Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt.
Pressebeitrag in der FAZ vom 17.10.2016
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