Salomea Genin erzählt aus ihrem Leben:

„Ich kam als Kommunistin in die DDR – und fand zurück zu meinen jüdischen Wurzeln.“

Hörprobe

Tonträger: 2 CDs, 138 Min.
Booklet: 32 Seiten
Empf. VK 19,50 €
ISBN 978-3-942902-04-5
Hrsg. Paul Lazarus Stiftung 2012

Salomea Genin wird 1932 als Tochter jüdischer Eltern in Berlin geboren. 1938 emigriert ihre Mutter mit den drei Kindern aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Australien. Mit 12 Jahren tritt Salomea in den kommunistischen Jugendverband ein, mit 17 wird sie Mitglied der Kommunistischen Partei Australiens. 1951, nach einem Besuch in Ost-Berlin, steht ihr Entschluss fest: Sie will in der DDR leben. Doch ihre Anträge auf Einreise und Arbeitserlaubnis werden nicht beantwortet. Sie geht zunächst nach London, 1958 dann nach West-Berlin, wo sie 1961 von der Stasi als IM angeworben wird. 1963 übersiedelt sie nach Ost-Berlin, 1965 wird sie Mitglied der SED. Sie arbeitet als Sekretärin, Journalistin und Übersetzerin. Ihre Vorstellungen vom Sozialismus decken sich immer weniger mit den tatsächlichen Gegebenheiten, 1968 wird wegen „ideologischer Schwächen“ ein Parteiverfahren gegen sie geführt. Ab 1972 studiert sie Philosophie und wird Mitglied der Jüdischen Gemeinde Ost-Berlins. Im Mai 1989 tritt sie aus der SED aus.

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