Rachel Dror erzählt aus ihrem Leben:

„Wir waren froh aus der Hölle rauszukommen. In Palästina waren wir freie Menschen.“

Hörprobe
Tonträger: 1 CD, 48:53 Min.
Booklet: 28 Seiten
Empf. VK 15,00 €
ISBN 978-3-942902-06-9
Hrsg. Paul Lazarus Stiftung 2013

Die heute 92-jährige Rachel Dror wächst in einem jüdischen Elternhaus in Königsberg/Ostpreußen auf und erfährt ab 1933 die beginnende Ausgrenzung und soziale Diskriminierung von Juden. 1936 geht sie 16-jährig nach Hamburg und bereitet sich mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung auf die Auswanderung nach Palästina vor. In Hamburg erlebt sie 1938 auch die „Polenaktion“, bei der 17 000 polnische Juden aus Deutschland vertrieben werden. 1939 geht sie nach Palästina und tritt nach der Staatsgründung Israels 1948 in den Polizeidienst ein. 1957 kommt sie nach Deutschland, wo sie 1967 eine Ausbildung für Lehrer an Sonderschulen beginnt. Von 1969 bis 1986 arbeitet sie in der Sprachheil- und Schwerhörigenschule in Stuttgart.
Schon seit 1978, und verstärkt seit ihrer Pensionierung 1986, engagiert sie sich ehrenamtlich in der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, führt Interessierte durch die Stuttgarter Synagoge und besucht als Zeitzeugin Schulen: „Jugendliche können nicht verstehen, wie es damals war. Man muss es mit heute in Verbindung bringen. Deutschland ist international und man hat doch Vorurteile. Und ich versuche, ihnen klarzumachen, dass Mensch Mensch ist, egal wie er aussieht.“

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