Klaus Traube erzählt aus seinem Leben:

„Die Vergangenheit ist etwas, was ich erinnere, aber sie hat nichts Bedrängendes mehr.“

Klaus TraubeHörprobe

Tonträger 1 CD, 75:18 Min.

Booklet: 36 Seiten

empf. VK 15,00 €

ISBN 978-3-942902-08-3

Hrsg. Paul Lazarus Stiftung 2013

Klaus Traube arbeitet in den 1970er Jahren als Manager in der Atomindustrie und ist unter anderem verantwortlich für den Bau des Schnellen Brüters in Kalkar. Aufgrund privater Kontakte zur linken Szene gerät er ins Visier des Bundesverfassungsschutzes. Die „Lauschaffäre“ wird zum ersten großen Abhörskandal in der BRD und führt zum Rücktritt des damaligen Innenministers Werner Maihofer (FDP). Traube entwickelt sich zum Atomkraftgegner und wird zu einem Idol der Anti-Atomkraft-Bewegung.
1928 wird er als Sohn eines jüdischen Vaters und einer protestantischen Mutter in Hannover geboren. Als „Halbjude“ muss er 1944 die Schule verlassen und kurz vor Kriegsende noch Zwangsarbeit in einem Arbeitslager leisten. Nach seinem Studium beginnt er 1959 seine Karriere in der Atomindustrie, als die Atomenergie noch als die Zukunftsenergie schlechthin gilt. Die Studentenbewegung politisiert ihn, die Bewunderung für Willy Brandt veranlasst ihn zum Eintritt in die SPD, in der er später mit Erhard Eppler und Volker Hauff zum Flügel der Atomkraftgegner gehört, der den Weg der SPD zum Ausstieg aus der Atomenergie bereitet.
Zum Tode von Klaus Traube: Süddeutschen Zeitung vom 7. September 2016

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