„Die Zweite Generation erzählt”

Zur Geschichte der Nachkommen von Shoah-Überlebenden

978-3-942902-10-6_Cover_VorderseiteTonträger 5 CDs, Laufzeit 357:15 min
Booklet 12 Seiten
empf. VK-Preis 24,50€
ISBN 9-783942-902106
Hrsg. Paul Lazarus Stiftung 2018

 

 

 

Hörprobe Cilly Kugelmann, ehemalige Programmdirektorin vom Jüdischen Museum Berlin
Hörprobe Gila Lustiger, Schriftstellerin
Hörprobe Alice Brauner, Filmproduzentin
Hörprobe Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
Hörprobe Peter Kahane, Film- und Fernsehregisseur, Drehbuchautor
Hörprobe André Herzberg, Musiker und Autor

Nach dem Genozid an den europäischen Juden begann eine neue Zählung. Die wenigen Überlebenden waren die Letzten ihrer Familien, das europäische Judentum, mit seiner jahrhundertealten kulturellen und religiösen Vielfalt, war ausgelöscht. Für die Kinder dieser Überlebenden war die Shoah die Familiengeschichte, sie selbst wurden zur Generation danach: zur Zweiten Generation.

Sechs völlig unterschiedliche Persönlichkeiten werden hier vorgestellt und erzählen mit großer Offenheit über ihren Weg zu einer jüdischen Identität in Deutschland. Und bezeugen eine Pluralität jüdischen Lebens, die nach der Shoah ausgeschlossen schien.

Ihre Eltern haben die nationalsozialistische Verfolgung in Polen überlebt und sind notgedrungen in Deutschland geblieben, oder sie sind nach ihrer Flucht ins Ausland zurückgekehrt in die BRD oder – als Kommunisten – in die DDR. Auch sie sind in Tondokumenten zu hören.

Ausgehend von der Kernfrage, was das Erlebte der Eltern für ihren eigenen Lebensweg bedeutete, wurden die Interviews entlang von Leitfragen geführt, die trotzdem Raum für die biografische Erzählung ließen: Wie haben sie ihre Eltern erlebt? Welche Rolle spielte das Judentum innerhalb der Familie, was bedeutete Israel für die Familie und sie selbst? Hatte das Erlebte der Eltern Einfluss auf die Wahl ihres sozialen Umfelds? Welche Konflikte und Widersprüche mussten sie in ihrem Leben bewältigen und wo stehen sie heute? Was bedeutet für sie politisches Engagement, was der Begriff Heimat, was jüdische Identität?

Zu den Lebenswegen der Zweiten Generation gehören die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ost und West nach 1945, die punktuell dargestellt werden. Dies gilt besonders für die ehemalige DDR, da dieser Teil der Geschichte im öffentlichen Diskurs kaum rezipiert wird.

Diese Audio-Dokumentation wurde gefördert von der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft, von der Körber Stiftung und der Herbert und Elisabeth Weichmann-Stiftung.

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