Sammlung Oppenheim/Martin

Der Briefwechsel zwischen Stefanie Luise Martin und ihren Stiefsöhnen Kurt Martin und Hauptmann Ernst Martin sowie weitere zum Nachlass gehörende Dokumente verdeutlichen die vergeblichen Bemühungen Ernst Martins, eine Freilassung seiner inhaftierten Stiefmutter zu erwirken.

Hierzu zählen das von Ernst Martin am 27. Oktober 1942 an Adolf Hitler verfasste Gnadengesuch mit der Bitte, die in das Lager Hooghalen-Oost deportierte Stiefmutter freizulassen, ebenso der Brief der „Sicherheitspolizei und des SD für die besetzten Gebiete“ an Hauptmann Martin vom 9. April 1943 mit der Ablehnung der Freilassung Stefanie Martins.

Zur Sammlung gehören auch ein Brief von Hauptmann Martin an die Lagerkommandantur Theresienstadt vom 10. Juli 1943 mit der Bitte um Anschrift und Lebenszeichen seiner Stiefmutter, ein Brief und mehrere Postkarten von Stefanie Martin an Ernst Martin (aus den Jahren 1943 und 1944) aus Theresienstadt und ein Telegramm an Hauptmann Ernst Martin vom 2. August 1943 mit der Ablehnung der Sprecherlaubnis, verfasst von SS-Obersturmführer Burgel.

Sechs Zeichnungen, teilweise mit Bleistift, teilweise mit Tinte gefertigt, sind wohl in Theresienstadt entstanden und zeigen das Lager.

Stefanie Luise Martin, geb. Oppenheim, genannt Oppi, hat die Lager überlebt, wenngleich die Bemühungen ihres Stiefsohnes, sie daraus zu befreien, vergeblich waren. Sie lebte nach dem Krieg in ihrem Haus in Lautrach an der Iller (Memmingen, Allgäu).

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