Privat-Genisa

Die Genisa besteht aus 115 einzelnen Dokumenten (in jiddischer Sprache oder in Deutsch) sowie mehreren, zum Teil aufwendig restaurierten Notizbüchern. Hinzu kommen einige Gegenstände. Die Sammlung enthält u.a. folgende Einzel-Dokumente:

  • Übergabe von Möbeln der Witwe Merle an ihren ältesten Sohn, den Getreidehändler Samuel Jessel (1800); Übergabevertrag des Hauses der Witwe Merle an ihren Sohn Jessel zu Delkenheim (1802)

  • mehrseitiger Schutzbrief des „Judenburschen Samuel Jessel (1802) zu Breckenheim (…) nach Delkenheim“; Erklärung des hessischen Landgrafen (1802), dass die künftige Ehefrau des Jessel nach ihrer Hochzeit wie eine Volljährige über das Vermögen ihres verstorbenen Vaters (Oberliederbach) verfügen darf

  • Schuldbrief des Samuel Jessel, in dem er sich verpflichtet, seinem Bruder, Kaufmann Jessel, für das Familienanwesen eine Summe von 200 Gulden zukommen zu lassen; Vermögensaufstellung des Jessel Samuel von Delkenheim; Zollscheine von Grenzübergängen aus verschiedenen Zeiten und Handelsunterlagen; Geschäftsbilanzen über einen Zeitraum von 30 Jahren (in einem Geschäftsbuch sind Handelspartner u.a. aus Wiesbaden, Frankfurt am Main und Amsterdam erwähnt); Urteile von Gerichtsprozessen, die Handelsgeschäfte des Samuel Jessel betreffen; Brief des Bruders von 1830 an Jessel Samuel, in welchem der Bruder über den Kauf von Weizen in Mainz berichtet

  • Nachweise über die Vormundschaft des Jessel Samuel über die Kinder des Hayum aus Breckenheim, denen er das Schulgeld gezahlt hat; Übernahme der Schulden seines „armen Handelskompanion“ Hayum von Breckenheim (1814)

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