Nachlass Mathilde Hofer

Die in Wien geborene Jüdin Mathilde Hofer war seit 1903 mit dem bekannten expressionistischen Maler Karl Hofer verheiratet. Ihre eigene Laufbahn als Sängerin hatte sie zugunsten der Ehe aufgegeben, aus der zwei Söhne stammten. 1938 wurde die Ehe geschieden, Mathilde Hofer wurde 1942 in dem Polizeigefängnis ihres Wohnortes Wiesbaden inhaftiert. Sie starb am 21. November 1942 in Auschwitz. Ihre Erben haben dem Aktiven Museum einen großen Teil ihres Nachlasses mit vielen Original-Dokumenten vermacht. Darunter befinden sich:

  • eine umfangreiche Sammlung von über 450 Briefen von Mathilde und Karl Hofer, darunter ein handschriftlich verfasster Brief an ihre Söhne mit ihrem letzten Willen

  • Familien-Dokumente, darunter Geburts-, Trau- und Scheidungsurkunde

  • eine lebensgroße Bronzebüste Mathilde Hofers von Karl Albiker (ca. 1927/28) (Zweitabguss im Hofer-Museum Ettlingen)

  • 150 Fotos von Mathilde Hofer und ihrer Familie sowie ein Fotoalbum der Söhne Hansrudi und Carlino und ein weiteres Fotoalbum, das bisher noch keiner Person zugeordnet werden konnte

Die Sammlung Hilde Hofer wurde nach ihrer Digitalisierung als Depositum im Stadtarchiv-Wiesbaden deponiert. Die Schriftdokumente dieser Sammlung wurden transkribiert und historisch kontextualisiert.

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